04/09/2021

18:30 @ KKL, Luzerner Saal
KKL,
Luzern
Schweiz
 Composer-in-residence Rebecca Saunders ist eine unermüdliche Klangforscherin. Gerne rückt sie einzelne Instrumente in den Fokus und arbeitet intensiv mit ihren Interpret*innen zusammen. So gingen void «inspirierende Klangsondierungs-Sessions» mit den Schlagzeugern Christian Dierstein und Dirk Rothbrust voraus, und auch in ihrem neuen Klavierkonzert to an utterance erprobt die in Berlin lebende Britin ungewohnte Spieltechniken. Sie habe das «Soloklavier als körperlose Stimme konzipiert», erklärt Saunders. «Am Abgrund des Nicht-Seins», in einem «pausenlosen, zwanghaften Monolog», versuche es, «seine eigene Geschichte zu erzählen». Saunders’ Musik trifft an diesem Abend auf zwei moderne Klassiker, die vielen als Antipoden gelten: hier Igor Strawinsky mit seinen entfesselten Rhythmen und archaischen Melodien, dort Anton Webern als Vertreter der strengen Zwölftonmusik. Doch in späten Werken wie dem Mini-Klavierkonzert Movements nahm sich der Anverwandlungskünstler Strawinsky ausgerechnet Webern zum Vorbild und erhob ihn zum «fortwährenden Pfingstfest für alle, die an Musik glauben».

Konzerteinführung | 17.30 | KKL Luzern, Auditorium
Rebecca Saunders im Gespräch mit Mark Sattler

Ilan Volkov  Dirigent
Dirk Rothbrust  Schlagzeug
Rebecca Saunders (*1967)
void für Schlagzeug-Duo und Orchester
Schweizer Erstaufführung
Anton Webern (1883–1945)
Variationen für Orchester op. 30 
Igor Strawinsky (1882–1971)
Movements für Klavier und Orchester
Anton Webern (1883–1945)
Sinfonie op. 21 
Rebecca Saunders (*1967)
to an utterance für Klavier und Orchester
Uraufführung «Roche Commissions»
(Version mit geringfügig reduziertem Orchester)